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Diabetes mellitus

Die chronische Hyperglykämie bezeichnet man als Diabetes mellitus, im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bekannt. Es werden verschiedene Formen der Krankheit unterschieden, je nach der Ursache der Entstehung.

Typ 1-Diabetes

Der Typ 1-Diabetes, früher auch als Jugenddiabetes bezeichnet, tritt bei Kindern und Jugendlichen bis ca. zum 20.-25. Lebensjahr auf. Er entsteht durch einen Mangel an Insulin, einem Hormon, das von den Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird. Das Insulin transportiert den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen. Das funktioniert bei Typ 1-Diabetikern nicht mehr, weil das Immunsystem die Betazellen der Langerhans-Inseln zerstört. Deshalb wird das Krankheitsbild auch den Autoimmunkrankheiten zugeordnet. Wenn 80% der Betazellen zerstört sind, bricht die Krankheit aus. Auslöser des Typ 1-Diabetes ist das Zusammenwirken genetischer Vorbelastung und zum Beispiel einer fiebrigen Virusinfektion. Die Abwehrkräfte des Körpers richten sich dann auch gegen die Zellen der Bauchspeicheldrüse. Erkennbare Krankheitszeichen sind: sehr starker Durst (3-10l pro Tag), häufiges Wasserlassen (mehr als 2-3l pro Tag), starke Müdigkeit, starker Gewichtsverlust.

Diese Form des Diabetes ist mit Insulin, das aus Bakterienkulturen gewonnen wird, gut zu behandeln. Durch Einstellung auf Insulinpumpen entfällt das mehrmalige Spritzen am Tag. Der Betroffene kann schneller und einfacher auf erhöhte Blutzuckerwerte reagieren. Diese werden durch Blutzuckermessgeräte nach ärztlicher Anordnung bestimmt.

Typ 2-Diabetes

Der Typ 2-Diabetes beginnt meistens erst im höheren Lebensalter. Allerdings wurde in letzter Zeit auch bereits bei Kindern diese Form diagnostiziert. Es besteht eine Insulinresistenz, aber auch eine Störung der Langerhans-Inseln, wie oben beschrieben. Die Krankheit beginnt allmählich, die Symptome sind nicht immer eindeutig. Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Sehstörungen können auftreten, neben den oben genannten Symptomen. Als wichtigste Ursache der Krankheitsentstehung gilt das Übergewicht, bzw. die gesamte Lebensweise, wie zum Beispiel Fehlernährung und Bewegungsmangel. Die Behandlung erfolgt medikamentös mit Tabletten oder Insulin. Vermieden werden sollen die Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Erblindung und das diabetische Fußsyndrom. Die Ernährung bei Diabetikern sollte ausgewogen sein. In Maßen darf alles gegessen werden.

Der Typ 2-Diabetes kann als Volkskrankheit bezeichnet werden. In der Wohlstandsgesellschaft spielen Übergewicht, Bewegungsmangel und falsche Ernährung häufig eine große Rolle bei der Entstehung von Krankheiten.

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